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Donnerstag, 16. Februar 2012

Sailor & I - Tough Love.


Der Name ist Programm: "Tough Love" von Sailor & I ist Pop und Pathos in Reinform. Streicher, die an Anthony and The Jonsons erinnern, mächtige Drums und ein in Theatralik getauchter Text geben die Richtung vor. Dabei muss sich die Band aus Stockholm vor den üblichen Verdächtigen wie Bon Iver oder Noah And The Whale kaum verstecken. Die Debüt-EP der Schweden, die sich ebenfalls der schweren Liebe widmet, erscheint Ende März.


Mittwoch, 24. August 2011

Song des Tages: Youth Lagoon - Cannons.


Der Name Trevor Powers klingt eher nach kapriziösen Profiwrestler als nach fragilem, introvertiertem Schlafzimmer-Indiepop. So könnte es ein Grund für den jungen Singer-Songwriter gewesen sein, sich doch ein Pseudonym zuzulegen. Unter dem Namen Youth Lagoon hat der 22-jährige aus der amerikanischen Einöde Boise (Idaho) nun ein Album aufgenommen. "The Year Of Hibernation" besticht durch detailiertes Songwriting, dezentem E-Piano und Powers zurückhaltenden, aber eindringlichen Vocals.
Seine Songs sind Lo-Fi Hymnen, gesungen durch einen dunklen Vorhang, der die großen Melodien gerade durchscheinen lässt.
"Cannons" ist eines von vielen Highlights der Platte, die Ende September erscheinen wird.
Zum kostenlosen Download bitte hier entlang.

Samstag, 20. August 2011

Video: Bon Iver - Holocene.


Wenn jeder das bekommt, was er verdient, sind Bon Iver mit dem Islandwerbefilm zu "Holocene" ziemlich gut bedient. Tollstes Video zum schönsten Song des Jahres.

Dienstag, 19. Juli 2011

Song des Tages #30: M83 - Midnight City.


Nach Bon Iver´s fabelhaftem "Beth/Rest" und Jai Paul´s vorlautem "BTSTU" ist "Midnight City" von M83 ein weiterer Meilenstein, der zur endgültigen Resozialisierung des Saxophons in zeitgenössischer Popmusik beitragen dürfte. Dabei hat sich Anthony Gonzalez seit dem umjubelten "Saturdays=Youth" eine Menge Zeit gelassen, genau vier Jahre mussten vergehen bis der Franzose wieder neue Musik veröffentlicht. Passé ist der kitschige Akzent, die Vocals stehen weiter vorne im Mix und auch die Produktion ist extrovertierter als je zuvor.



Das neue Album, "Hurry Up, We´re Dreaming", erscheint am 18.10.11.

Samstag, 4. Juni 2011

Beirut - East Harlem.

Sieht ein bisschen so aus, als wäre 2011 das Jahr der großen und kleinen Comebacks.
Nachdem "alte" Lieblinge wie Death Cab For Cutie, The Antlers, Fleet Foxes und Bon Iver gute bis großartige Alben ablieferten, passt auch die Nachricht über ein neues Beirut Album gut auf den Plan. Gestern ist mit "East Harlem" die erste Vorabsingle erschienen, ein Song den Zach Condon angeblich schon mit 17 geschrieben hat. Mit dem fabelhaften Cover hat er mich auf jeden Fall schon mal:

Donnerstag, 19. Mai 2011

Take a look at me now: Bon Iver - "Bon Iver".

„I ain´t living in the dark no more.“
-"Beth/Rest" 

Wie macht man als Band nach einem Debüt wie „For Emma, forever ago“ weiter? Eine Platte, deren mystische Entstehungsgeschichte genauso beeindruckend war wie das musikalische Endergebnis. Gäbe es den Begriff „moderner Klassiker“ nicht bereits, für „For Emma“ hätte er erfunden werden müssen. Mit simplen, aber ausdrucksvollen Mitteln gelang es Justin Vernon damals seiner Trauer eine Dringlichkeit und Authentizität zu verleihen, die bis heute seines Gleichen sucht. Wie wird man so einem Album also gerecht? Wenn man klug ist versucht man es noch nicht einmal und Vernon weiß das auch.

In den letzten beiden Jahren war dieser ein viel beschäftigter Mann. Nach endlosem Touren auf nahezu jedem Kontinent dieses Planeten war es an der Zeit für den Mittzwanziger aus Wisconsin musikalisches Neuland zu betreten. Dazu gehörte neben der Experimentalrockband Volcano Choir und der Soul Supergroup Gayngs auch das Mitwirken auf dem letzten Kanye West Album. Den wohl prägnantesten Auftritt hatte er bei „Lost in the World“, einem Song, der auf Bon Ivers „Woods“ basiert und es bei weitem nicht schafft, der Intimität des Originals das Wasser zu reichen. All diese Einflüsse sind nicht spurlos am Kopf des Quartetts vorbeigegangen und finden sich nun auf dem mächtigen Zweitwerk seiner Hauptband wieder.

So beginnt alles mit „Perth“, einem monströsen Opener, der seine Stärke gerade aus dem unkonventionellen Songaufbau zieht und darüber hinaus die Marschrichtung des Albums vorgibt. Der einsame Junge mit der Gitarre ist nicht mehr derselbe, jeder Part strotzt vor Ambition und Abwechslung. Bon Iver bauen ihre Hooks nicht aus Wiederholung oder Vers-Refrain-Vers-Refrain Songmustern, der Teufel steckt im Detail. Erst mit mehren Durchläufen offenbart sich dem Hörer die verbissene Perfektion dieser Platte. Geschuldet ist dies nicht nur der vielschichtigen Instrumentalisierung, sondern auch Vernons Talent als Songschreiber und Produzent, der mit jedem neuen Leitmotiv eine Überraschung in der offenen Faust bereithält. „Minnesota, WI“ ist dafür ein gutes Beispiel, ein TV On The Radio ähnlicher Groove wird behutsam aufgebaut, bevor der Protagonist zu Banjo und Akustikgitarre jedes Lagerfeuer in Grund und Boden singt.

„Holocene“ ist der beste Song auf „Bon Iver, Bon Iver“ und zugleich der einzige Moment, in dem man seinem Schöpfer nicht trauen sollte, wenn er singt: „And once I knew, I was not magnificent“. Das Gegenteil ist hier der Fall. Nie war sein engelsgleiches Falsetto glanzvoller, seine Komposition ausgereifter und seine Mitstreiter versierter. Einmal mehr gelingt es ihm die Stille majestätisch zu orchestrieren. Dagegen wirkt das Gitarrenriff von „Towers“, einer der wenigen Songs, die keinen Ortsnamen im Titel tragen, fast schon plump. Trotzdem entwickelt sich auch dieser zu einem echten Grower und kriegt spätestens mit dem Einstieg der Bläser die Kurve.

„Michicant“ und „Wash.“ sind ihrem anfänglichen Zögern am ehesten mit dem Debüt zu vergleichen, auch wenn man einzelne Gitarrenakkorde hier vergeblich sucht. Vielmehr taumeln Saxophon und Fahrradklingel hinter einem verschleppten Drumbeat her.
Ein weiteres Highlight ist „Calgary“, die erste Singleauskopplung der Platte. Auch dieser Song funktioniert wunderbar ohne eine klare Hook, weil das ohnehin famose Grundgerüst so geschickt und gekonnt variiert wird, bis im Mittelteil alle Dämme brechen.

Was folgt ist ein kurzes instrumentales Interlude, das nahtlos in den Albumcloser übergeht, an dem sich vermutlich die meisten Geister scheiden werden. Um es kurz zu machen: „Beth/Rest“ ist eine 80er Powerballade, die selbst Phil Collins in seinen besten Tagen nicht besser hinbekommen hätte. Trotzdem funktioniert der Schlussakt mit seinem wabbrigen Keyboardpiano, dem cheesy Saxophon und dem verzerrten E-Gitarrensolo überraschend gut.

Der Grund hierfür liegt auf der Hand, denn auch dieser Song wird von Justin Vernon vorgetragen, dessen Stimme trotzt aller Versiertheit in Arrangement der eigentliche Höhepunkt ist. Obwohl die Lieder ein weites musikalisches Spektrum abdecken, ist es doch Vernons unverwechselbare Organ, das nahezu jedem Moment zu echter Größe verhilft. Dieser Nachfolger ist ohne Frage eine musikalische Weiterentwicklung zu „Emma“ geworden und trotzdem ist es noch immer ein klar erkennbares Bon Iver Album, das weder mit Ecken und Kanten noch mit einer selten erreichten Schönheit geizt.

Highlights: "Perth", "Holocene", "Michicant", "Calgary", "Beth/Rest"

9/10



"Bon Iver" erscheint am 17.6.11 und sollte unbedingt hier oder hier vorbestellt werden.

Montag, 16. Mai 2011

Bon Iver - Calgary.

Das hätte sicher auch ein Song-des-Tages-Post werden können, würde dem Ganzen aber nicht gerecht werden. Gut und gerne zwei Jahre habe ich hierauf gewartet und auch wenn es eigentlich nicht möglich ist "For Emma, forever ago" gerecht zu werden, enttäuscht die erste Single aus dem neuen Album kein bisschen. Der Stil ist sicher ein Stück weit gewöhnungsbedürftig, der ein oder andere wird den spärlichen Folk des ersten Albums vermissen, aber dieser epische Klimax steht Justin und den Jungs verdammt gut:

Mittwoch, 19. Januar 2011

Der berechtigte Hype.


 James Blake hat mit seinen beiden EP´s "Klavierwerke" und "CYMK" letztes Jahr bereits angedeutet, über welch schier endloses Potential er mit seinen jungen 22 Jahren verfügt.

Kurz vor der Jahrzehntwende ist dann sein selbst betiteltes Debütalbum auf den einschlägigen Blogs geleakt und darf Anfang Januar vollkommen zurecht zu den Kandidaten fürs beste Album 2011 zählen. Dabei hat er seinen Stil im Vergleich zu den EP´s zwar nicht vollkommen über den Haufen geworfen, der Fokus liegt aber nun mehr auf Blake´s einzigartiger Stimme und konventionelleren Songstrukturen.

Bei allem Minimalismus ist "James Blake" ein Album, das vor Ideenreichtum geradezu überkocht.
Mindestens ähnlich zahlreich sind die Assoziationen, die nicht nur mir noch immer durch den Kopf schwirren: von Bon Iver´s Justin Vernon bis hin zur die Zukunft des Soul oder der Neuerfindung des Dubstep ist eigentlich alles dabei.

Vor ein paar Tagen hat der Londoner eine Session für die BBC gespielt und den Eindruck des Albums voll und ganz bestätigt.
Dorther stammt auch das unten stehende Livevideo zu "The Wilhelm Scream".
Den großartigen Rest der Session könnt ihr euch hier angucken.

Mittwoch, 10. November 2010

all things go.


Wenn es um Justin Vernon von Bon Iver geht, werde ich einfach nicht müde, sein grenzenloses Talent immer und immer wieder zu betonen.

Nach der Zusammenarbeit mit Kanye ist Vernon zurzeit mit einem seiner Nebenprojekte, Volcano Choir auf erster und vielleicht auch einziger Tour.
Fader hat den ersten Auftritt in Japan aufgezeichnet und das absolute Highlight des Albums, "Island, IS" hochgeladen.
Auch wenn ich ehrlich sagen muss, dass mich "Unmap" nicht wirklich überzeugen konnte, der Track ist episch.
Was ab 2:49 passiert ist der blanke Wahnsinn.
Und ein schickes Nietenarmband trägt Justin auch noch.

Donnerstag, 21. Januar 2010

der Meisterwerkler.


Es ist für mich schwer vorstellbar, aber Justin Vernon hatte vor Bon Iver offensichtlich auch schon ein musikalisches Leben.
Und da mag es niemanden überraschen, dass edas zwar anders , aber nicht minder großartig war. Mindestens 2 Oktaven tiefer und mit noch ein bisschen mehr Zittern in der Stimme.
Dieser Song ist so wunderbar unterproduziert und ehrlich.
Danke, Internet.        

Mittwoch, 21. Oktober 2009

back to basic.

Wie groß genau der Schwede Kristian Matsson ist, ist zumindest in der großen Welt des Web 2.0 nicht überliefert. Trotzdem hat er sein Soloprojekt the tallest man on earth genannt und hat obendrein auch noch allen Grund dazu. Wäre die Bezeichnung des "jungen Bob Dylan" nicht schon so inflationär oft benutzt worden, hier wäre sie endlich einmal passend. Denn Matsson schafft es wie kaum ein anderer mit spärlicher Instrumentalisierung und seinem außergewöhnlichen Organ eine Stimmung zu erzeugen bei dem einem die Spucke im Halse stecken bleibt. Das ist ganz großes Kino und so fast schon eine Schande, dass sein 2008 erschienendes Debütalbum Shallow Grave zumindest hierzulande so wenig Beachtung findet. In den Staaten sieht das bereits etwas anders aus, denn dort durfte er immerhin mit derzeitigen Größen wie Bon Iver und John Vanderslice touren. The Tallest Man On Earth - I Won´t Be Found (Daytrotter Session)

Montag, 12. Oktober 2009

So finster die Nacht.

Ich hab für gewöhnlich nicht viel für Vampire übrig. Twilight wird da keine Ausnahme machen, auch wenn das Bild auf den ersten Blick vielleicht einen anderen Anschein macht. Aber verdammt nochmal, dieser Soundtrack hat es erwartungsgemäß in sich. Auf Stereogum wird schon von "Dark Was The Night Pt.2" gesprochen. Rein vom Line-Up her ist das ganze gar nicht so abwegig. Immerhin wirken und werkeln solche Lieblinge wie Grizzly Bear, Bon Iver mit St. Vincent (!), die hier vielzitierten Editors und sogar Thom Yorke auf dieser Compilation. Ob es deswegen die gleiche Qualität besitzt wie der Sampler der Berringer Brüder wird sicher die Zeit zeigen. Warum sich die Bands ausgerechnet für so ein Projekt begeistern ließen, bleibt wohl auf längere Zeit im Dunkeln. Bon Iver & St. Vincent - Roslyn

Mittwoch, 26. August 2009

the song said it all to the sky.

Ich sag das einfach mal offen raus: Bon Iver und gerade deren Erfinder und Lenker Justin Vernon sind so ziemlich das Spannendste was gerade im Genre Indiemusik passiert. Umso spannender ist die Meldung, dass Vernon mit seinen hier eher unbekannten Kollegen mit dem sperrigen Bandnamen Collections Of Colonies Of Bees ein Album unter dem Namen Volcano Choir aufgenommen hat. Unmap wird es heißen und soll zumindest in den USA am 22. September erscheinen. Aufgenommen hat es das Sextett an nur einem einzigen Wochenende im Studio von Justins Bruder Nate in - na, klar - Wisconsin. Erster Beweis dafür, dass Mr. Vernon unfähig ist einen schlechten Song zu schreiben ist der erste Vorbote Island, Is. Volcano Choir - Island, Is.