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Mittwoch, 7. März 2012

Beach House - Myth.


Beach House sind, zwei Jahre nach dem von allen zurecht gefeierten »Teen Dream«, zurück. Und auch wenn Victoria Lengrad »found yourself in a new direction« singt, ist an der Zwei-Mann/Frau-Band eigentlich alles noch genau so (toll), wie es früher war. 90er Jahre Chorus-Gitarren, spartanisches, aber effektives Schlagzeugspiel und Lengrads Ausnahmeorgan, das in einen warmen Hall getaucht alle Gehörgänge öffnet. Vier Minuten und 18 Sekunden können verdammt schnell vorbei sein. Das neue Album »Bloom« erscheint frühlingsgerecht am 15. Mai.


Dienstag, 1. Februar 2011

Best Of zwanzigzehn #05-#01.

Es ist schwer mit einem bereits jetzt schon so großartigen 2011 in der Vergangenheit zu schwelgen.
Nichtsdestotrotz und besser spät als nie:


#05 Deerhunter - Helicopter


Der Hype um Deerhunter war groß letztes Jahr und ich bin der Erste, der das versteht.
"Helicopter" ist trotz oder gerade wegen seiner tragischen Thematik mein Lieblingstrack von "Halcyon Digest". Diese 80er Gitarren, das Delay auf dem Drumloop und immer wieder Bradford Cox Stimme. Irgendwo zwischen lieblich hypnotisierend und absolut verstörend und gerade deswegen so einzigartig. 
- "Now they are through with me."

#04 The National - Conversation 16



Nach meinen Büchern voller Lob hat es lange gedauert, bis ich den Herren um Matt Berninger den katastrophalen Auftritt beim Haldern Pop 2010 verziehen habe und wieder auf Los stand. Der Magie von "High Violet" konnte ich mich letztendlich nicht entziehen und so hätten es auch noch eine Handvoll anderer Songs verdient hier zu stehen. "Conversation 16" ist der wohl beste Text den Berninger je geschrieben hat und passt wunderbar zur gespenstisch-treibenden Atmosphäre des Songs.
- "I´m a confident liar, keep my head in the oven, so you know where i´ll be."

#03 Beach House - 10 Mile Stereo



Auch wenn ich das später als andere erkannt habe: "Teen Dream" (nicht zu verwechseln hiermit) ist eine der besten drei Platten des Jahres und dem Duo aus Baltimore ist endlich der verdiente Durchbruch gelungen.
Es ist ein Album ohne Füller oder sonstige Ausfälle, das den eingängigen und verträumten Stil der beiden perfektioniert hat. Allein diese Tatsache hat mir die Songauswahl ziemlich erschwert.
Hier könnten genauso gut "Zebra", "Take Care" oder "Walk In The Park" stehen.
- "They say we can go far, but they don´t know how far we go."

#02 The National - Bloodbuzz Ohio



"Bloodbuzz Ohio" hat ziemlich schnell bei mir eingeschlagen. Nach dem ebenfalls großartigen Boxer war es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis der 5er aus Brooklyn Lieblingsbandstatus bei mir erreichen würde. Spätestens mit dieser zwiespältigen Ode an die Heimat ist das gelungen. Über eine Woche habe ich bestimmt nichts anderes gehört und kann mich bis heute nur schwer vom Song trennen.
- "The floors are falling now from, everybody I know."

#01 Arcade Fire - The Suburbs


Gott, was habe ich diesen Song anfangs unterschätzt. Als der Vorbote des gleichnamigen Albums irgendwann im späten Frühling den Weg in meine Gehörgänge fand, war ich zwar angetan, aber mehr als ein "ziemlich nett" war mir nicht zu entlocken. Im Laufe der Monate passierte genau das, was bei vielen Lieblingssongs passiert: er wuchs und wuchs und hat bis heute noch Luft nach oben. Das Lied summiert alles, was ich an Arcade Fires idealisiertem Kindheitsalbum so sehr liebe. Die etwas kitschigen Texte, die Nostalgie und das Timbre in Win Butlers Stimme. Dazu kommt das sagenhafte
Video von Direktor Spike Jonze, der sich auch für "Wo die wilden Kerle wohnen" verantwortlich zeigt.
- "So can you understand, that I want a daughter while I´m still young?
  I want to hold her hand and show her some beauty before this damage is done.
  But if that´s too much to ask, if that´s too much to ask,
  send me a son."